Rieck Haus

Rieck Haus

Das Rieck Haus als Fenster in das Landleben der Vierlande

Das Rieck Haus ist ideal, wenn du Lust hast, eine andere Seite von Hamburg kennenzulernen. Denn diese schöne Stadt war nicht immer eine Großstadt. Auch das Bauern- und Dorfleben gab und gibt es hier, wie dieses besondere Museum deutlich zeigt  – weg vom Stadttrubel, hinein in die Welt der Landwirte, Gärtner und Handwerker vergangener Jahrhunderte. Das historische Fachhallenhaus, umgeben von Garten, Scheune, Mühle und Stallanlagen, wirkt fast, als sei die Zeit stehengeblieben. 

Die wichtigsten Fakten zum Rieck Haus

NameRieck Haus
Eröffnung1954
SchwerpunktLändliche Alltagskultur des 17. Jahrhunderts
StadtteilBergedorf
Eintrittkostenpflichtig
Parkplätzeja
Barrierefreiteilweise

Diese Ausstellungen erwarten dich im Rieck Haus

  • Zweisprachige Dauerausstellung (Hoch- und Plattdeutsch): Die Kulturgeschichte der Region Vier- und Marschlande wird mit Originalgegenständen, Bildern und historischen Filmen gezeigt – von Alltag und Landwirtschaft bis Gartenbau und Landhandwerk.
  • Historisches Bauernhaus mit originalen Wohn- und Arbeitsräumen: Du erlebst, wie damals Menschen, Gesinde und Vieh unter einem Dach lebten — inklusive Feuerstelle, traditionellen Öfen, Möbeln und handwerklichen Geräten.
  • Außenanlagen mit Handwerks- und Landwirtschaftsteilen: Dazu gehören eine Schöpfmühle, Scheune, Getreidespeicher, Backhaus, Schweinekoben, ein Schaugarten und ein Spielplatz — also viele Facetten des früheren Landlebens.
  • Sonderausstellungen & Mitmachaktionen: In der Scheune gibt es wechselnde Ausstellungen über Natur, Landwirtschaft, regionale Traditionen — manchmal mit alten Fotoalben, handwerklichen Exponaten oder Themen wie Entwässerung und Gartenbau der Vierlande.

Zwischen Fachwerk und Alltag – warum das Rieck Haus eine besondere Erfahrung ist

Das Rieck Haus ist vor allem dafür bekannt, dass es eines der ältesten erhaltenen Fachhallenhäuser Norddeutschlands ist. Sein Kernbau stammt vermutlich aus dem Jahr 1532 und hier lebten über Jahrhunderte hinweg mehrere Generationen unter einem Dach: Bauernfamilie, Gesinde und ihr Vieh. Das erzeugt eine unmittelbare Verbindung zur Vergangenheit.

Im Innern zeigt sich ein authentisches Bild des bäuerlichen Wohnens und Arbeitens: alte Feuerstelle, traditionelle Öfen, Zimmer mit historischen Möbeln und Handwerksgeräten. Die Ausstellung mit Objekten, Bildern und plattdeutschen Texten bringt Alltag, Arbeitswelt und Kultur der Region greifbar nahe. Ganz wichtig hierbei ist, dass es ganz ohne romantisierende Verklärung auskommt, denn da Leben damals war hart.

Lebendige Details & Atmosphäre

Im Innern scheppern alte Werkzeuge, knarren die Holzbalken, riecht es nach altem Holz und Backofen – wenn der Holzofen im Backhaus in Betrieb ist. Der kleine Spielplatz neben dem Garten zeigt, dass früher wie heute das Leben auch Freizeit und Gemeinschaft bedeutete. So wird Geschichte spürbar, nicht nur anschaulich.

Zudem gibt es saisonal Sonderausstellungen und Aktionen: Auf diesem Weg kannst du immer wieder etwas Neues entdecken und regionale Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erleben.

Was macht das Rieck Haus so einzigartig?

  • Es zählt mit seinem Fachhallenhaus aus dem 16. Jahrhundert zu den ältesten erhaltenen Bauernhäusern Norddeutschlands. Hamburg+1
  • Es gibt eine zweisprachige Ausstellung – sowohl auf Hochdeutsch als auch auf Plattdeutsch – und macht so regionale Kultur sehr lebendig und nahbar. b
  • Die Kombination aus Innenräumen, Außenanlagen, Landwirtschaft, Gartenbau und Handwerk vermittelt ein ganzheitliches Bild vom Leben in der Region früher.
  • Sonderausstellungen und Mitmachangebote machen den Besuch abwechslungsreich – nicht nur statisch, sondern lebendig und immer wieder neu.
  • Der starke Bezug zur Region Vierlande macht das Haus zu einem kulturellen Speicher für Alteingesessene als auch Neugierige.

Der Bauerngarten am Rieckhaus im Video

Die Entstehung des Rieck Haus und seine Entwicklung

Der Hof, auf dem das Rieck Haus steht, lässt sich schriftlich bis ins Jahr 1633 zurückverfolgen — doch dendrologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Kerngerüst des Fachhallenhauses bereits um 1532 errichtet wurde. Über Jahrhunderte wurde der Hof kontinuierlich bewirtschaftet und erweitert. Verschiedene Familien wechselten als Eigentümer, wobei es zuletzt die Familie Rieck war, nach der das Museum heute benannt ist. Diese Familie lebte über Generationen in den Vierlanden.

Um 1900 war der Hof stark verfallen; zu Beginn des Zweiten Weltkriegs drohte das Hauptgebäude einzustürzen. 1940 übernahm die Denkmalschutzbehörde der Stadt Hamburg das Anwesen und sicherte zunächst notdürftig die Gebäude. Ab 1949 begann eine systematische Restaurierung, initiiert von Emil Evers. 1954 wurde der Betrieb als Museum zunächst als Außenstelle des früheren Altonaer Museum aufgenommen. Erst später wurde es Teil der Bergedorfer Museumslandschaft,

Weitere wichtige Informationen zum Rieck Haus

Wann hat das Rieck Haus geöffnet?

März – Oktober Di – So: 11:30 – 17:00 Uhr
November – Februar geschlossen

Was kostet der Eintritt ins Rieck Haus?

Erwachsene 4,50 €
Ermäßigt 3,00 €
Kinder & Jugendliche (bis 18 Jahre) frei
Kombiticket (mit Museum für Bergedorf und die Vierlande) Erwachsene 8,00 €, ermäßigt 6,00 €

Das Rieck Haus in Zahlen

  • Fachhallenhaus mit Kern um ca. 1532
  • Originalstandort seit über 400 Jahren
  • Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert
  • historisches Hallenhaus von 1533

Ausstattung vor Ort

Parkplatz
Toiletten
Barrierefrei ❌ / bedingt – Gebäude haben hohe Türschwellen, Außenbereich mit Kopfsteinpflaster können eingeschränkt sein
Gastronomie
Für Kinder geeignet ✅ (Spielplatz, kindgerechte Aktionen)
Führungen

Anschrift Rieck Haus: Curslacker Deich 284,  21039 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum Rieck Haus

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Am besten nimmst du mit der S-Bahn (S2 oder S7) oder der Regionalbahn R20 die Strecke bis Bergedorf. Von dort aus fährt der Bus 127 (Haltestelle „Rieck-Museum“) direkt bis zum Museum.

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