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Im PHOXXI – Temporäres Haus der Photographie in Hamburg bewegst du dich durch offene, eher klare Räume, in denen Fotografie stark über Reihen, Serien und Installationen erzählt wird. Statt einzelner „schöner Bilder“ stehen oft Bildfolgen im Vordergrund, die eine Frage, ein Thema oder eine Situation untersuchen. Du kannst in langsamen Schritten an großen Formaten vorbeigehen, Videoprojektionen folgen, Detailaufnahmen betrachten oder ganze Wandflächen wie ein visuelles Tagebuch lesen.
Oft geht es um unsere Gegenwart: Bilder aus Krisenregionen, Inszenierungen rund um Körper und Identität, Serien zum Leben in Städten, Arbeiten über Natur, Klima oder digitale Sphären. Das PHOXXI zeigt Fotografie dabei nicht als reinen Dokumentationsbeleg, sondern als künstlerische Sprache, die Positionen sichtbar macht. Ein Besuch lohnt sich besonders, wenn du bereit bist, dir Zeit für einzelne Bildreihen zu nehmen, denn viele der Arbeiten entfalten ihre Wirkung nicht im Vorbeihuschen, sondern beim genaueren Hinsehen.
Neben den Ausstellungen bietet das PHOXXI immer wieder Formate, die den Blick hinter die Bilder öffnen. Dazu gehören moderierte Führungen, Gespräche mit Kuratoren oder Künstern, Schul- und Jugendprogramme, teilweise auch Workshops zu Bildsprache und Medienkompetenz. Gerade bei komplexeren Themen wie etwa digitalen Körperbildern, Erinnerungskultur oder visueller Berichterstattung empfehle ich dir, die Angebote mitzunehmen.
Das Haus nutzt seine temporäre Rolle, um eher agile Programme umzusetzen: je nach Ausstellung werden andere Schwerpunkte gesetzt, mal stärker künstlerisch, mal stärker gesellschaftlich. Dadurch kann PHOXXI auf aktuelle Entwicklungen reagieren und seine Themen relativ flexibel anpassen.
Tipp: Nimm dir ein Notizbuch oder dein Handy für Gedanken mit – viele Serien werfen Fragen auf, die man sich später noch einmal anschauen möchte.
Das PHOXXI – Temporäres Haus der Photographie entstand, weil das Haus der Photographie in den Deichtorhallen saniert und neu aufgestellt wird. Statt die Fotografie für mehrere Jahre „unsichtbar“ zu machen, entschied man sich für diese Lösung, die genau auf aktuelle Fotoprojekte ausgelegt ist. Der Name PHOXXI spielt dabei bewusst auf Fotografie im 21. Jahrhundert an und verweist darauf, dass Bilder heute digital, vernetzt und hochdynamisch sind.
Das "Gebäude" selbst ist ein modularer, containerbasierter Kubus mit flexiblen Innenwänden. Von Anfang an war klar, dass dieser Ort nicht auf Dauer angelegt ist: PHOXXI begleitet die Zeit des Umbaus und nutzt diesen Übergang, um Neues auszuprobieren – etwa experimentellere Hängungen, offene Formate oder mehr Raum für junge Positionen.
| Dienstag – Sonntag | 11:00 – 18:00 Uhr |
| Erster Donnerstag im Monat | 11:00 – 21:00 Uhr |
| Montag | geschlossen |
| Erwachsene | 9,00 € |
| Ermäßigt (z. B. Studierende, HVV-Pass) | 6,00 € |
| Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren | frei |
| Schulklassen im Klassenverband | frei (mit Anmeldung) |
| Parkplatz | ❌ (keine eigenen großen Parkflächen) |
| Toilette | ✅ |
| Barrierefrei | ✅ (Erdgeschoss weitgehend ebenerdig) |
| Für Kinder geeignet (+ Altersempfehlung) | ✅ (empfohlen ab ca. 12 Jahren, je nach Interesse an Fotografie) |
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