Inhalt
| Name | Deichtorhallen Hamburg (DTH) |
| Eröffnung | 1989 |
| Schwerpunkt | Zeitgenössische Kunst und Fotografie |
| Stadtteil | Hammerbrook |
| Eintritt | ab 9 € |
| Parkplätze | nein |
| Barrierefrei | ja |
Die Deichtorhallen Hamburg sind vor allem bekannt dafür, dass sie Ausstellungen von internationalem Format zeigen – nicht im Sinne einer umfangreichen Dauersammlung, sondern durch wechselnde Großprojekte mit klarem Fokus. In der Halle für aktuelle Kunst (nördliche der beiden historischen Hallen) werden Werke etablierter und jüngerer Künstler präsentiert. Dort finden großformatige Installationen, raumgreifende Projekte und oft eigens für den Raum angepasste Ausstellungen statt - mittlerweile sind es mehr als 160 seit der Eröffnung.
Das Haus der Photographie (südliche Halle) widmet sich der Fotografie: historischen Beständen ebenso wie aktuellen Positionen, woraus eine spannende Verbindung von Medium und Ausstellung wird. Und mit der Sammlung Falckenberg in Harburg kommt ein dritter Teil hinzu, der sich mit zeitgenössischer Kunst und Installationen beschäftigt.
Immer wieder werden Programme angeboten, die den Besuch vertiefen: Formate wie „Yoga & Slow Looking“, Veranstaltungen für Studierende oder Workshops für Jugendliche laden dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern sie körperlich, emotional oder gemeinsam zu erleben.
Dadurch verändert sich der Zugang zu den Ausstellungen – weg vom schnellen Durchlaufen, hin zu einer bewussten Auseinandersetzung.
Zur Deichtorhallen Hamburg gehört auch die Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, die sich auf provokante, gesellschaftskritische und konzeptuelle Positionen seit den 1960er Jahren konzentriert.
Untergebracht in einer ehemaligen Fabrikhalle in Hamburg-Harburg, wirken die Kunstwerke besonders intensiv. Die industrielle Architektur mit ihren weiten, offenen Flächen schafft eine andere Wahrnehmungssituation, was gut ist, denn es geht hier weniger um einzelne Werke, sondern um künstlerische Haltungen, die politische, soziale und kulturelle Strukturen hinterfragen.
Eng verbunden mit den Deichtorhallen ist auch die Triennale der Photographie Hamburg. Sie findet alle drei Jahre statt und versteht sich als stadtweites Festival. Museen, Ausstellungshäuser und Off-Spaces in ganz Hamburg beteiligen sich daran.
In denDeichtorhallen werden währenddessen umfangreiche Fotografie-Ausstellungen gezeigt, die das jeweilige Festivalthema vertiefen. Inhaltlich geht vor allem darum, wie Fotografien unsere Wahrnehmung von Realität beeinflussn oder welche Rolle spielen dokumentarische Bilder in politischen Debatten spielen.
Die beiden Haupthallen der Deichtorhallen Hamburg wurden zwischen 1911 und 1914 auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Bahnhofs als Markthallen errichtet. Nach ihrer Nutzung als Lebensmittel-Großmärkte wurden sie in den 1980er/1990er Jahren umgebaut und einem neuen Zweck zugeführt. 1989 begann das internationale Ausstellungsprogramm der Halle für aktuelle Kunst.
Mit dem Haus der Photographie wurde 2005 ein weiterer Schwerpunkt gesetzt und 2011 wurde die Sammlung Falckenberg organisatorisch an die Deichtorhallen angeschlossen, sodass heute drei Standorte betrieben werden. Über die Jahre wurden technische wie restauratorische Maßnahmen durchgeführt, um den historischen Bau und die heutigen Anforderungen an Ausstellungen zu verbinden.
Tipp: Für einen kostenlosen Eintritt, besuch die Deichtorhallen am ersten Donnerstag im Monat. Zwischen 18:00 und 21:00 Uhr ist der Eintritt kostenlos.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Fahre mit der U- oder S-Bahn bis Hauptbahnhof oder mit den Buslinien zur Haltestelle „Deichtorhallen“ – anschließend sind es nur wenige Gehminuten.Entdecke Hamburgs Museen – von Kunst und Geschichte bis Technik und Maritimem.
Auf hamburger-museen.de findest du alle Museen der Stadt
mit Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Ausstellungen.