Vor-Gänge Museum für alternative Stadt

Vor-Gänge Museum für alternative Stadt

Vor-Gänge Museum im Gängeviertel – Stadtgeschichte dort, wo sie umkämpft war

Zwischen Neustadt und Innenstadt liegt ein Quartier, das sich bewusst gegen Verdrängung gestellt hat: das Gängeviertel. In einer ehemaligen Arbeiterwohnung in der Schierspassage befindet sich heute das vor-gänge Museum. Was hier 2017 mit an die Wände geklebten historischen Fotos begann, ist inzwischen ein vielschichtiger Museums- und Bildungsort geworden.

Die wichtigsten Fakten zum vor-gänge Museum

Namevor-gänge Museum
Eröffnung2017
SchwerpunktAlternative Stadt- &Quartiersgeschichte
StadtteilNeustadt
Eintrittspende
Parkplätzenein
Barrierefreinein

Diese Bereiche erwarten dich im vor-gänge Museum

  • Historische Ausstellung zur Entwicklung innerstädtischer Wohnquartiere: Anhand von Fotografien und Dokumenten wird der Aufstieg und das Verschwinden sogenannter „Slums“ thematisiert, deren letztes bauliches Zeugnis das Gängeviertel ist.
  • Multimediale Ausstellung zum heutigen Projekt: Hier erfährst du, wie das Gängeviertel organisiert ist, welche Ziele verfolgt werden und wie selbstverwaltete Strukturen funktionieren.
  • Freiluftmuseum im Quartier: Zwischen vier Jahrhunderten Hamburger Baugeschichte und zeitgenössischer Streetart wird Stadtentwicklung direkt vor Ort erlebbar.
  • Digitaler Rundgang: Interaktive Stationen verbinden historische Informationen mit den realen Orten des Viertels.

Das vor-gänge Museum nutzt Arbeiterwohnung als Ausgangspunkt

Der Kern des vor-gänge Museums liegt in einer ehemaligen „Butze“ – einer kleinen Arbeiterwohnung. Niedrige Räume, einfache Grundrisse und historische Fotos an den Wänden vermitteln, wie beengt das Wohnen in den früheren Gängen war. Diese räumliche Enge erklärt, warum die Quartiere lange als Problemzonen galten – und warum sie dennoch lebendige Nachbarschaften bildeten.

An der Fassade des Hauses setzt sich die historische Ausstellung fort. Sie beleuchtet die städtebaulichen Eingriffe, durch die viele innerstädtische Wohnviertel verschwanden. Das Gängeviertel blieb als letztes bauliches Zeugnis dieser Art erhalten. Dadurch wird klar: Stadtgeschichte ist hier nicht nur dokumentiert, sie wird richtig sichtbar gemacht.

Zwischen Erinnerung und Gegenwartspraxis

Im Inneren der multimedialen Ausstellung geht es nicht nur um Vergangenheit. Filme, Interviews und Texttafeln erklären, wie das heutige Gängeviertel-Projekt entstanden ist, wie Entscheidungen getroffen werden und welche Ziele verfolgt werden. Du erfährst, wie selbstverwaltete Kulturarbeit organisiert wird – und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

Draußen im Quartier ist damit noch nicht Schluss, denn Sreetart, offene Werkstätten und Atelierfenster warten darauf, entdeckt zu werden. Der digitale Rundgang verbindet historische Informationen mit den realen Schauplätzen und schafft so eine direkte Verknüpfung zwischen Geschichte und Gegenwart.

Gut zu wissen: Das vor-gänge Museum versteht sich nicht nur als Ausstellungshaus, sondern als Bildungsort. Neben klassischen Rundgängen für Gruppen werden Workshops angeboten – etwa zu Siebdruck oder Fotografie. Seminare können direkt im Quartier stattfinden, begleitet von gastronomischen Angeboten aus dem Umfeld.

 

Was macht das vor-gänge Museum besonders?

  • Ausstellung in einer ehemaligen Arbeiterwohnung im Gängeviertel
  • Verbindung aus historischer Dokumentation und aktuellem Stadtprojekt
  • Freiluftmuseum mit architektonischen Zeugnissen aus vier Jahrhunderten
  • Interaktiver digitaler Rundgang durch das Quartier
  • Workshops und Bildungsangebote direkt vor Ort

[Video] vor–gänge // Museum für alternative Stadt im Hamburger Gängeviertel // FINK.HAMBURG Beitrag 2019

vor-gänge Museum: Einst ein Fotoprojekt, heute ein fester Museumsbetrieb 

2017 begann alles mit einer Sammlung alter Fotografien, die in einer leerstehenden Wohnung im Gängeviertel präsentiert wurden. Aus dieser zunächst improvisierten Ausstellung entwickelte sich schrittweise ein strukturierter Museumsbetrieb.

Mit der wachsenden Sammlung entstand der Anspruch, nicht nur Bilder zu zeigen, sondern städtebauliche Entwicklungen zu analysieren und die Geschichte der innerstädtischen Wohnquartiere systematisch aufzuarbeiten. Gleichzeitig blieb das Museum eng mit dem laufenden Projekt im Gängeviertel verbunden.

Heute beteiligt sich das vor-gänge Museum regelmäßig an stadtweiten Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen oder dem Tag des offenen Denkmals. Auch das Gängeviertel-Geburtstagsfestival wird über mehrere Tage bespielt. Dadurch ist das Museum nicht isoliert, sondern Teil eines aktiven kulturellen Netzwerks in Hamburg.

Weitere wichtige Informationen zum vor-gänge Museum

Wann hat das vor-gänge Museum geöffnet?

Aufgrund der Mitarbeit von ehrenamtlich Kunstinteressierten, ist das Museum vor allem in den Wintermonten nur gelegentlich geöffnet.

Was kostet der Eintritt ins vor-gänge Museum?

  • spendenbasiert

Das vor-gänge Museum in Zahlen

  • 2017 Gründungsjahr
  • 1 Standort in der Schierspassage
  • 4 Jahrhunderte Hamburger Baugeschichte im Quartier sichtbar
  • 1 historische Arbeiterwohnung als Ausstellungsort

Ausstattung vor Ort

Parkplatz ❌
Toiletten ❌
Barrierefrei ❌
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet ✅
Führungen ✅

Anschrift vor-gänge Museum: Valentinskamp 34a, 20355 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum vor-gänge Museum

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Du erreichst das Gängeviertel am besten über die U-Bahn-Linien U2 oder U4 bis Gänsemarkt. Von dort gehst du wenige Minuten Richtung Valentinskamp und folgst der Beschilderung ins Quartier. Die Schierspassage liegt im Inneren des Gängeviertels.

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