Inhalt
| Name | Speicherstadtmuseum |
| Eröffnung | 1994 |
| Schwerpunkt | Geschichte der Speicherstadt und des Welthandels |
| Stadtteil | Speicherstadt |
| Eintritt | kostenpflichtig |
| Parkplätze | nein |
| Barrierefrei | ja |
Beim Rundgang durch das Speicherstadtmuseum stehst du dort, wo vor über hundert Jahren Händler und Arbeiter Tag für Tag schwere Säcke schleppten, Waren prüften und Proben nahmen. Die Räume lassen vieles unverändert wirken: Holzfußböden, die unter jedem Schritt leicht knarren, massive Träger und Regale, die einst tonnenschwere Fracht trugen. Du begegnest Geräten, mit denen Kaffee bemustert wurde, Werkzeugen für den Transport und den typischen Sackkarren, die in der Speicherstadt zum Alltag gehörten.
Das Museum zeigt dir anschaulich, wie der Handel ablief: Vom Entladen der Schuten über das Lagern in den Speichern bis hin zur Qualitätsprüfung der Waren. Besonders spannend sind die kleinen Details – verknotete Jutesäcke, Sortierhilfen oder handgeschriebene Etiketten, die eine Vorstellung davon geben, wie sorgfältig hier gearbeitet wurde. Du erfährst außerdem, welche Rolle die Speicherstadt für Hamburgs Aufstieg im internationalen Warenhandel spielte und wie sich das Viertel im Laufe der Jahrzehnte wandelte.
In einem weiteren Bereich tauchst du tiefer in die Abläufe ein, die den Alltag der Quartiersleute prägten. Du siehst Werkzeuge für das Probenziehen, lernst, wie Kaffee geröstet und beurteilt wurde, und bekommst ein Gefühl dafür, wie streng die Qualitätskontrollen waren. Auch der Umgang mit Gewürzen, Tee und Tabak wird greifbar dargestellt. Für Familien gibt es zusätzlich spezielle Entdeckerbögen, die Kindern das Geschehen spielerisch nahebringen.
Wechselnde kleine Themeninseln ergänzen die Dauerausstellung und zeigen besondere Aspekte der Speicherstadt. Dazu gehören zum Beispiel historische Hafenpläne, Arbeitskleidung oder Geschichten einzelner Firmen, die hier jahrzehntelang tätig waren. Dadurch wirkt das Museum lebendig und vielschichtig und macht deutlich, wie verbunden die Speicherstadt mit dem weltweiten Warenverkehr war.
Das Speicherstadtmuseum entstand in den 1990er-Jahren aus dem Wunsch heraus, die Geschichte der Speicherstadt nicht nur zu dokumentieren, sondern am authentischen Ort erlebbar zu machen. Nachdem die Speicherstadt ihre ursprüngliche Funktion als zollfreies Lagergebiet verloren hatte, wurde deutlich, wie wichtig es war, ihre Tradition zu bewahren. Ein Team von Historikern, Hafenkennern und ehemaligen Beschäftigten sammelte originale Werkzeuge, Säcke, Akten und Fotos, um den früheren Alltag zu zeigen.
Schließlich wurde ein Speicher ausgewählt, dessen originale Struktur noch besonders gut erhalten war. Die Ausstellung wurde so angelegt, dass sie die historische Architektur möglichst wenig verändert. Über die Jahre wuchs das Museum, neue Themen kamen dazu und die Sammlung wurde erweitert. Wichtige Meilensteine waren die offizielle Anerkennung der Speicherstadt als UNESCO-Welterbe und die Modernisierung der Vermittlungsangebote, um auch jüngeren Gästen den historischen Handel nahe zu bringen. Heute zählt das Museum zu den wichtigsten Orten, um die Entwicklung des Warenhandels und der Speicherstadt nachzuvollziehen.
| März – Oktober | Montag–Freitag | 10:00–17:00 Uhr |
| Samstag/Sonntag & Feiertage | 10:00–18:00 Uhr | |
| November – Februar | Montag–Sonntag 10:00–17:00 Uhr | 10:00–17:00 Uhr |
| 1. Weihnachtstag Neujahr | 12:00 Uhr–18:00 Uhr |
| Erwachsene | 5,50 € (ab 01.01.2026: 6,00 €) |
| Ermäßigt | 3,50 € (ab 01.01.2026: 4,50 €) |
| Schüler (6–18 Jahre) | 2,50 € (ab 01.01.2026: 3,00 €) |
| Kinder unter 6 Jahren | frei |
| Gruppen (ab 10 Personen) Erwachsene | 4,00 € (ab 2026: 4,50 €) |
| Parkplatz | ❌ |
| Toiletten | ✅ |
| Barrierefrei | ❌ |
| Gastronomie | ❌ |
| Für Kinder geeignet | ✅ (interaktive Ausstellung, Rallye, Suchspiel, Führungen für Kinder) |
Am besten nimmst du die U-Bahnlinie U3 und steigst an der Haltestelle „Baumwall“ aus — von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß. Alternativ erreichen die Busse 6 mit Halt „Am Sandtorkai“ oder Stadtbus 111 mit Halt „Am Kaiserkai/Elbphilharmonie“ das Museum. Beide Haltestellen liegen nur rund 100 Meter vom Museum entfernt.
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