Museumshafen Oevelgönne

Museumshafen Oevelgönne

Der Museumshafen Oevelgönne ist ein ganz besonderes Museum, denn es ist ganz anders, als du es dir vorstellst. Statt geschlossener Räume erwartet dich Hamburger Freiluftfeeling am Wasser, Poller als Ersatz für Vitrinen sowie Tauwerk und Schiffsrümpfe aus Stahl und Holz. 

Die wichtigsten Fakten zum Museumshafen Oevelgönne

NameMuseumshafen Oevelgönne
Eröffnung1976
SchwerpunktHistorische Arbeits- und Traditionsschiffe
StadtteilOevelgönne/Neumühlen
Eintrittfrei
Parkplätzebegrenzt
Barrierefreiteilweise

Das erwartet dich im Museumshafen Oevelgönne

  • Segel-, Dampf- und Motorschiffe aus dem Arbeitsalltag: Entlang der Pontonanlage liegen Barkassen, Schlepper, Lotsenboote und ehemalige Behördenfahrzeuge.
  • Restaurierung mit Fahrbereitschaft: Viele Schiffe wurden von ihren heutigen Eignern oder vom Trägerverein wieder instand gesetzt und sind somit auch technisch funktionsfähig.
  • Informationstafeln und Gespräche mit Crewmitgliedern: Vor den Anlegern findest du Tafeln mit technischen Daten und Einsatzgeschichten. Oft sind auch Ehrenamtliche vor Ort, die dir erklären, wo das jeweilige Schiff früher unterwegs war.
  • Feuerschiff „Elbe 3“: Das Feuerschiff „Elbe 3“ kannst du zu festgelegten Zeiten betreten.
  • Hafeninfrastruktur als Teil der Ausstellung: Neben den Schiffen steht das historische Wartehäuschen „Döns“. Auch ein Elektrokran der Firma Kampnagel gehört dazu.

Ebbe und Industriegeschichte prägen den Museumshafen Oevelgönne

Der Museumshafen Oevelgönne gehört zum öffentlichen Elbufer, sodass du jederzeit vorbeischauen kannst. Die schwimmende Pontonanlage, die sich je nach Wasserstand leicht bewegt, ist der "Einstieg" in die Arbeitswelt vieler Hamburger: Die Schiffe stehen für Fischfang, Hafenlogistik, Lotsendienst oder Eisbrechereinsätze. Sie werden heute so nicht mehr gebaut, weil moderne Anforderungen andere Materialien und Größen verlangen, dennoch wollte man zeigen, unter welchen Bedingungen damals gearbeitet wurde. Der Hafen, den du hier siehst, erzählt also auch vom technischen Wandel der Schifffahrt.

Das Feuerschiff als schwimmendes Seezeichen

Das Feuerschiff „Elbe 3“ war über Jahrzehnte als schwimmendes Leuchtfeuer im Einsatz. Im Inneren siehst du die Technik, mit der Schiffe sicher in die Elbmündung geführt wurden. Die engen Gänge und niedrigen Decken machen deutlich, wie beengt der Alltag der Besatzung war. Damit wird schnell klar, dass Navigationssicherheit früher viel stärker von stationierten Mannschaften abhing als heute von automatisierten Systemen.

Seit 2015 ergänzt außerdem das Leitfeuer Pagensand Süd das Gelände und erinnert an die Geschichte der festen Seezeichen.

Was macht den Museumshafen Oevelgönne so einzigartig?

  • Ausstellung unter freiem Himmel direkt an der Elbe
  • Originale Arbeitsschiffe statt Nachbauten
  • Kombination aus maritimer Technik und Hafeninfrastruktur
  • Ehrenamtliche Vermittlung durch aktive Crewmitglieder
  • Verbindung von Museum, Strand und lebendigem Hafenbetrieb

[Video] HAMBURG Museumshafen Oevelgönne

Vom Rettungsprojekt zur festen Institution: So entstand der Museumshafen Oevelgönne

Der Museumshafen Oevelgönne entstand 1976 aus einer Initiative von Schiffseignern und maritim Interessierten. In einer Zeit, in der viele traditionelle Schiffe durch moderne Neubauten ersetzt wurden, wollten sie unbedingt die historischen Arbeitsfahrzeuge vor dem Verschrotten bewahren. Das hat zum Glück geklappt, denn andernfalls wäre ein ganzer Abschnitt Hamburger Hafenalltag verschwunden.

Der Verein Museumshafen Oevelgönne e. V. übernahm die Koordination der Liegeplätze und die Organisation der Restaurierungen. Nach und nach wuchs die Zahl der Schiffe, die hier festmachten. Die Schiffe gehören überwiegend Privatpersonen oder Institutionen.

Über die Jahre kamen zusätzliche Elemente hinzu, etwa das historische Wartehäuschen „Döns“ und technische Geräte wie der Elektrokran. Mit dem Leitfeuer Pagensand Süd wurde 2015 ein weiteres maritimes Zeugnis integriert. Heute ist der Museumshafen nicht nur Anlegeplatz, sondern Veranstaltungsort und Treffpunkt für maritime Kultur.

Weitere wichtige Informationen zum Museumshafen Oevelgönne

Wann hat Museumshafen Oevelgönne geöffnet?

  • Ganzjährig: täglich durchgehend zugänglich
  • Besichtigung Feuerschiff „Elbe 3“: Mittwoch ab 10:00 Uhr

Was kostet der Eintritt ins Museumshafen Oevelgönne?

  • Zugang Hafengelände: frei
  • Besichtigung „Elbe 3“: Spendenbasis

Das Museumshafen Oevelgönne in Zahlen

  • 1976 Gründung des Vereins
  • Leitfeuer Pagensand Süd seit 2015 am Standort
  • 12 Meter hohes Leitfeuer
  • 35 PS Leistung desElektrokrans und 2,5 Tonnen Tragfähigkeit

Ausstattung vor Ort

Parkplatz ✅ 
Toiletten ❌ 
Barrierefrei ❌
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet ✅
Führungen ✅ 

Anschrift Museumshafen Oevelgönne: Fähranleger Neumühlen, 22763 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum Museumshafen Oevelgönne

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Am einfachsten fährst du von den Landungsbrücken mit der Fähre Linie 62 bis zur Station Neumühlen. Von dort gehst du wenige Schritte am Elbufer entlang direkt zum Museumshafen. Alternativ erreichst du den Anleger vom Hauptbahnhof mit dem Bus der Linie 112. Die Haltestelle liegt in unmittelbarer Nähe zum Eingang der Pontonanlage.

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