Medizinhistorisches Museum Hamburg

Medizinhistorisches Museum Hamburg

Medizinhistorisches Museum Hamburg – Wo Krankheiten ihre Geschichten erzählen

Im Medizinhistorischen Museum Hamburg gehst du nicht einfach durch eine Ausstellung – du entdeckst die Denkweisen vergangener Medizin. Das Haus gehört zum Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und liegt direkt auf dem historischen Klinikgelände. Zwischen Backstein und modernen Klinikbauten entsteht ein spannender Kontrast, denn sie zeigt, wie sich Medizin von Beobachtung und Anatomie hin zu Hightech-Diagnostik entwickelt hat.

Die wichtigsten Fakten zum Medizinhistorisches Museum Hamburg

NameMedizinhistorisches Museum Hamburg
Eröffnung2012
SchwerpunktGeschichte der Medizin und Pathologie
StadtteilEppendorf
Eintritt8 Euro
Parkplätzebegrenzt
Barrierefreija

Diese Ausstellungen erwarten dich im Medizinhistorisches Museum Hamburg

  • Pathologische Sammlung: Präparate aus der historischen Prosektur zeigen reale Krankheitsbilder und ihre anatomischen Veränderungen.
  • Medizin im 19. und 20. Jahrhundert: Instrumente, Lehrmodelle und Dokumente aus Klinik und Forschung.
  • Psychiatriegeschichte: Einblick in Diagnosen, Therapien und institutionelle Strukturen früherer Jahrzehnte.
  • Wechselnde Sonderausstellungen: Thematische Vertiefungen zu medizinischen, ethischen oder gesellschaftlichen Fragen.

Zwischen Glasgefäßen und Lehrmodellen: Medizinhistorisches Museum Hamburg

Im Zentrum der Ausstellung steht die historische Sammlung pathologischer Präparate. Genauer sind damit konservierte Organe gemeint, die neben  Wachsmodellen stehen, die Krankheitsverläufe detailgetreu nachbilden. Diese Objekte stammen aus dem universitären Lehralltag und dienten Medizinstudenten dazu, Erkrankungen zu verstehen, lange bevor bildgebende Verfahren existierten.

Veränderungen an Organen, Gewebeverhärtungen, Tumorbildungen – all das musste direkt am Präparat analysiert werden. Die Ausstellung ordnet diese Objekte in den medizinischen Wissensstand ihrer Zeit ein, wodurch gut erkennbar wird, wie sehr Diagnostik von technischen Möglichkeiten abhängt.

Ein weiterer Bereich widmet sich der Entwicklung medizinischer Instrumente. Dort findest du alte Operationsbestecke, Mikroskope und frühe Laborgeräte, die mit erklärenden Texten ausgestattet sind, um sie im Ganzen zu verstehen. Hier wird deutlich, wie stark sich Sicherheit, Hygiene und Methodik verändert haben.

Psychiatrie zwischen Fürsorge und Kontrolle

Ein besonders Abschnitt, der viele Menschen fasziniert, befasst sich mit der Geschichte der Psychiatrie. Dokumente und Fotografien zeigen den Umgang mit psychisch erkrankten Menschen im 19. und 20. Jahrhundert. Therapien, Diagnosen und institutionelle Strukturen werden kritisch eingeordnet.

Das Museum thematisiert auch die Rolle medizinischer Einrichtungen im Nationalsozialismus und die Beteiligung an Zwangsmaßnahmen

Was macht das Medizinhistorisches Museum Hamburg so einzigartig?

  • Historische pathologische Präparate aus dem universitären Lehrbetrieb
  • Standort direkt auf dem Gelände des Universitätsklinikums
  • Verbindung von Medizingeschichte und ethischer Reflexion
  • Kritische Aufarbeitung psychiatrischer und politischer Verstrickungen
  • Kombination aus Dauerausstellung und wechselnden Themenformaten

[Video] Kulturtipp - Medizinhistorisches Museum - Hamburg immer anders!

Wie aus einer Lehrsammlung ein öffentliches Museum wurde

Das Museum befindet sich im ehemaligen Pathologiegebäude des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die dort über Jahrzehnte gesammelten Präparate bildeten die Grundlage für die heutige Ausstellung. 

Ziel war und ist es, Medizingeschichte nicht isoliert darzustellen, sondern im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Das Haus arbeitet eng mit dem Universitätsklinikum zusammen und nutzt seine wissenschaftliche Expertise für die kuratorische Arbeit.

Weitere wichtige Informationen zum Medizinhistorischen Museum Hamburg

Wann hat das Medizinhistorische Museum Hamburg geöffnet?

  • Mittwoch, Samstag und Sonntag: 13:00 – 18:00 Uhr
  • Öffentliche Führung: letzter Sonntag im Monat, 15:00 Uhr

Was kostet der Eintritt ins Medizinhistorische Museum Hamburg?

  • Erwachsene: 6 Euro
  • Ermäßigt: 4 Euro
  • Kinder unter 16 Jahren: kostenfrei

Das Medizinhistorische Museum Hamburg in Zahlen

  • Eröffnung: 2012
  • 1 historische Pathologiesammlung
  • 19. Jahrhundert ist der Beginn der Sammlung
  • 6 Öffnungstage pro Woche

Ausstattung vor Ort

Parkplatz ⚠️
Toiletten ✅
Barrierefrei ✅
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet ⚠️
Führungen ✅

Anschrift Medizinhistorisches Museum Hamburg: Martinistraße 52, 20246 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum Medizinhistorischen Museum Hamburg

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Du erreichst das Museum mit der U-Bahn-Linie U1 bis Kellinghusenstraße. Von dort steigst du in einen Bus Richtung Universitätsklinikum Eppendorf um und fährst bis zur Haltestelle UKE. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum ehemaligen Pathologiegebäude auf dem Klinikgelände.

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