Inhalt
| Name | KZ-Gedenkstätte Neuengamme |
| Eröffnung | 1965 |
| Schwerpunkt | Erinnerung an das Konzentrationslager Neuengamme |
| Stadtteil | Neuengamme |
| Eintritt | frei |
| Parkplätze | ja |
| Barrierefrei | teilweise |
Auch, wenn versucht wurde, das Konzentrationslager Neuengamme als Arbeitslager zu verkaufen, war es alles andere als das: Hier herrschte Zwangsarbeit unter lebensfeindlichen Bedingungen und der Tod der Menschen wurde nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern als "Verbrauchsmaterial" zu Tausenden gefangen genommen.Es war ein System der Gewalt und des Hasses – heute eigentlich nicht mehr vorstellbar.
Noch heute stehen viele der originalen Gebäude, einige als Ruinen, andere als restaurierte Anlagen. Auf den Wegen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sind einst die Häftlinge zwischen Baracken, Wachtürmen und Ziegelöfen entlanggelaufen. Doch nicht nur das wird dir bewusst, sondern auch die unheimlich ausladene Architektur und das dahinterstehende durchdachte System.
Die Gedenkstätte verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Zu sehen sind nicht nur die Überreste der Lagerzeit, sondern auch Gedenksteine, Mahnmale und Schautafeln, die Opfer, Nationen, Geschichte sichtbar machen. Die Gedenkstätte dokumentiert, wie das Lager nach dem Krieg genutzt wurde – als Gefängnis und Justizvollzugsanstalt – und wie lange es dauerte, bis ein Gedenkort entstand.
Das Lager entstand 1938, als die SS auf dem Gelände einer stillgelegten Ziegelei ein Außenlager des KZ Sachsenhausen errichtete. Am 12. Dezember 1938 trafen die ersten 100 Häftlinge ein, um in der Ziegelei Ziegel zu brennen und Gebäude zu errichten. In den folgenden Jahren wuchs Neuengamme zum größten KZ im Nordwesten Deutschlands: Mehr als 100.000 Menschen waren dort inhaftiert — aus ganz Europa. Mindestens 42.900 starben, teils durch unmenschliche Zwangsarbeit, Morde oder die chaotische Räumung des Lagers am Kriegsende.
Nach der Befreiung 1945 wurde das Gelände erst einmal für verschiedene Einrichtungen genutzt, bis 1948 ein großer Teil als Strafanstalt diente. Nur ein kleiner Bereich außerhalb der Gefängniszäune war öffentlich zugänglich, als dort 1965 ein erstes Mahnmal errichtet wurde. Mit der Eröffnung eines Dokumentationsgebäudes 1981 entstand ein weiterer Schritt, der den Angehörigenverbänden, Initiativen und Forschende allerdings nicht reichte. Sie wollten das gesamte Gelände als Gedenkort erhalten wissen, wofür es dann ab 2003 endlich frei war.
2005 wurde die neu gestaltete Gedenkstätte offiziell eröffnet. Zwei Jahre später, 2007, konnten schließlich alle Geländeanteile betreten werden. Seitdem ist Neuengamme ein Ausstellungs-, Begegnungs- und Studienzentrum.
| Montag – Freitag | 09:30 – 16:00 Uhr |
| Samstag, Sonntag & Feiertage | 10:00 – 17:00 Uhr |
| 24.12 25.12. 31.12. 1.1. | geschlossen |
Hinweis: Das weitläufige Gelände ist außerhalb der Ausstellung auch außerhalb der Öffnungszeiten jederzeit zugänglich.
Der Eintritt ist frei.
| Parkplatz | ❌ |
| Toiletten | ✅ |
| Barrierefrei | ✅ |
| Gastronomie | ❌ |
| Für Kinder geeignet | ⚠️ ab etwa 12 Jahren |
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