Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg: Antike Skulptur im Maßstab 1:1 erleben

Im Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg stehst du plötzlich zwischen Statuen, die du sonst wahrscheinlich nur aus Lehrbüchern oder aus Museen in Athen, Rom oder Paris kennst. Der Kernpunkt der Ausstellung sind die detailgetreue Abgüsse antiker Skulpturen, die seit dem neunzehnten Jahrhundert für Forschung und Lehre genutzt werden. 

Die wichtigsten Fakten zur Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

NameGipsabgusssammlung der Universität Hamburg
Eröffnung1969
SchwerpunktAntike Skulptur in Gipsabgüssen für Lehre & Forschung
StadtteilRotherbaum
EintrittNein
Parkplätzebegrenzt
Barrierefreiteilweise

Das erwartet dich in der Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

  • Griechische Klassik im direkten Vergleich: Mehrere Statuentypen stehen nebeneinander, sodass du unterschiedliche Darstellungen desselben Motivs vergleichen kannst.
  • Römische Porträts und politische Bildsprache: Büsten römischer Kaiser sind so platziert, dass du ihre Gesichtszüge aus nächster Nähe studieren kannst. Dabei wird sichtbar, wie Macht über Mimik und Frisur inszeniert wurde. 
  • Mythologische Szenen und Erzählstrategien: Reliefs mit Szenen aus der griechischen Mythologie zeigen, wie Bewegung und Handlung in Stein übersetzt wurden.
  • Fragmente und Rekonstruktionen: Einige Stücke zeigen bewusst Bruchstellen oder ergänzte Partien.

Zwischen dicht gestellten Göttern und Kaisern: Ein Raum, der Sehen lehrt

Auf den ersten Blick wirkt der große Saal mit seinen dicht gestellten Figuren fast wie ein Lagerraum. Doch gerade wegen dieser Anordnung kannst vom Kopf einer Athena direkt zu einem römischen Kaiserporträt wechseln und die stilistischen Unterschiede in den direkten Vergleich ziehen.

Die Abgüsse sind nicht nach ästhetischer Wirkung gefertigt, sondern nach kunsthistorischen Fragestellungen geordnet. Diese Systematik eröffnet dir die Möglichkeit, Proportionen, Standmotive und Gewandführung zu vergleichen

Form statt Farbe: Der Blick auf das Wesentliche

Die monochrome Oberfläche der Gipsabgüsse führt häufig zu der Annahme, antike Skulpturen seien ebenfalls weiß gewesen. In der Sammlung wird dieses Missverständnis ausgeräumt schau dir dazu auf jeden Fall die zahlreichen Informationstafeln an. Doch hier in der Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg ist es anders, weil die reine Form den Blickwinkel bestimmen soll. Das ist ein didaktischer Effekt, der seit dem neunzehnten Jahrhundert bewusst genutzt wurde.

In vergangenen Sonderausstellungen wurden Themen wie antike Farbigkeit, Restaurierungspraxis oder die Geschichte der Abgusssammlungen im deutschsprachigen Raum behandelt. Dabei ging es nicht nur um Objekte, sondern um die Frage, wie Wissenschaft ihre Methoden reflektiert.

Was macht die Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg so einzigartig?

  • Sie ermöglicht dir, berühmte antike Skulpturen in Originalgröße aus nächster Nähe zu studieren.
  • Die Präsentation folgt wissenschaftlichen Fragestellungen statt dekorativen Kriterien.
  • Der direkte Vergleich verschiedener Epochen schärft deinen Blick für Stilentwicklung.
  • Die Sammlung ist Teil universitärer Lehre und damit ein aktiver Forschungsort.
  • Der Eintritt ist kostenfrei und macht akademisches Wissen öffentlich zugänglich.

Vom Lehrmittel zum öffentlichen Resonanzraum der Antike

Die Gipsabgusssammlung entstand im Zusammenhang mit dem Aufbau der Klassischen Archäologie an der Universität Hamburg. Seit dem späten 19. Jahrhundert waren Abgüsse ein zentrales Lehrmittel an deutschen Universitäten. Sie erlaubten es, Studierenden bedeutende Werke der Antike zu zeigen, ohne reisen zu müssen.

In Hamburg wurde die Sammlung im 20. Jahrhundert systematisch erweitert. Abgüsse wurden bei spezialisierten Werkstätten bestellt oder von anderen Universitäten übernommen. Mit der Zeit wuchs der Bestand zu einer umfassenden Übersicht antiker Skulpturen.

1969 erhielt die Sammlung eigene Räume. Damit wurde sie nicht nur für Studierende, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich. In den folgenden Jahrzehnten wurden beschädigte Stücke restauriert und Konzepte weiterentwickelt. 

Weitere wichtige Informationen zur Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg

Wann hat Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg geöffnet?

Sommersemester 2026
  • 15.4., 20.5., 17.6., und 15.7.: 16:00 – 18:00 Uhr

Was kostet der Eintritt in die Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg?

Der Eintritt ist kostenlos.

Die Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg in Zahlen

  • Eröffnung der eigenen Räume 1969
  • 1 Standort in Hamburg-Rotherbaum
  • 2 Ausstellungsebenen
  • 1 universitäre Sammlung mit Lehrfunktion
  • 3 thematische Schwerpunkte: griechische Skulptur, römische Porträts, Reliefkunst

Ausstattung vor Ort

Parkplatz ❌
Toiletten ✅
Barrierefrei teilweise
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet eingeschränkt
Führungen ✅

Anschrift Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg: Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zur Gipsabgusssammlung der Universität HamburgH1

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Du erreichst die Sammlung mit der U-Bahn-Linie U1 bis zur Haltestelle Hallerstraße. Von dort gehst du etwa zehn Minuten zu Fuß in Richtung Edmund-Siemers-Allee. Alternativ kannst du mit der S-Bahn bis Dammtor fahren. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Gebäude der Universität, in dem sich die Gipsabgusssammlung befindet.

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