Deutsches Zollmuseum

Deutsches Zollmuseum

Deutsches Zollmuseum – Zollgeschichte zum Anfassen

In der historischen Speicherstadt von Hamburg befindet sich das Deutsches Zollmuseum. Dort findest du das ehemalige Zollamt Kornhausbrücke, indem sichtbar wird, wie der Zoll früher funktionierte, welche Aufgaben er heute hat – und mit welchen Tricks Schmuggler gearbeitet haben. 

Die wichtigsten Fakten zum Deutschen Zollmuseum

NameDeutsches Zollmuseum
Eröffnung2008
SchwerpunktGeschichte des deutschen Zolls
StadtteilSpeicherstadt
Eintrittkostenpflichtig
Parkplätzenein
Barrierefreija

Das erwartet dich im Deutschen Zollmuseum

  • Eine Dauerausstellung auf rund 800 m² mit etwa 1.000 Exponaten – von antiken Zöllnerwerkzeugen bis zu modernen Schmuggelverstecke..
  • Interaktive Elemente: Film- und Hörstationen, viele Objekte zum genau Hinschauen – etwa Verstecke im Schmuggel oder historische Uniformen.
  • Ein authentisches Ausstellungsgebäude: Das Museum befindet sich im alten Zollamt Kornhausbrücke, in einem Gebäude, das selbst Zollgeschichte schrieb.

Die schönsten Eindrücke vom Deutschen Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt

Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum
Deutsches Zollmuseum

Zwischen Kontrolle, Geschichte und echten Fundstücken

Insgesamt zwar zwei Etagen auf dich, auf denen sich das Deutsche Zollmuseum verteilt. Dein Rundgang kann entweder im Erd- oder Obergeschoss beginnen, das liegt ganz bei Dir.

Chronologisch empfehlenswert ist der Start im Obergeschoss, denn dort geht es um die frühe Zollgeschichte. In den historischen Räumen mit sichtbaren Holzbalken und klassischer Vitrinenanordnung startest du in der Römerzeit. Münzen, Dokumente und Abbildungen verdeutlichen, dass Zoll zunächst vor allem der Finanzierung von Herrschaft diente. Im weiteren Verlauf zeigen Exponate aus Mittelalter und Neuzeit, wie sich Handelswege und Machtverhältnisse gegenseitig beeinflussten. Besonders die Darstellung des Deutschen Zollvereins macht klar, dass wirtschaftliche Einheit politischen Veränderungen vorausgehen kann.

Im Erdgeschoss verschiebt sich der Fokus deutlich in die Gegenwart. Moderne Präsentationselemente und Medienstationen stehen neben beschlagnahmten Plagiaten, geschützten Tierpräparaten oder verbotenen Waren. Hier wird schnell klar, dass Zoll heute Umweltpolitik, Verbraucherschutz und Sicherheitsfragen miteinander verbindet, weil die globalen Lieferketten neue Kontrollmechanismen erfordern – und dass staatliche Eingriffe direkte Auswirkungen auf Märkte und Konsum haben.

Ein besonderes Highlight, dass du nicht unbeachtet lassen solltest, ist der Zollkreuzer Oldenburg direkt vor dem Museum. Das Schiff war zwischen 1988 und 1995 auf Nord- und Ostsee im Einsatz und kontrollierte den Warenverkehr, rettete Schiffbrüchige und überwachte Umweltauflagen. Seit 2005 gehört es zum Museum. Wenn du an Deck stehst, wird deutlich, dass Zoll nicht nur an Schreibtischen stattfindet, sondern oft unter realen Einsatzbedingungen.

Exponate, die zeigen, wie kreativ Zöllner und Schmuggler waren

Hinter den Ausstellungen steht eine Sammlung, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Neben Beständen aus dem früheren Zollmuseum in Berlin wurden Exponate des Zollkriminalinstituts in Köln sowie die Sammlung des ehemaligen Steuermuseums in Brühl integriert. So siehst du unter anderem echte Schmuggelverstecke – clever angelegte Hohlräume oder modifizierte Gepäckstücke – und darfst dich fragen: „Wie würden sie das heute machen?“ Außerdem kann man in die Uniformen- und Werkzeuggeschichte eintauchen: Zöllnerwerkzeuge, alte Waagen, Zollkoffer.

Ergänzt wird das durch 6.000 zollhistorische Bücher von der Antike bis zur Neuzeit, die den wissenschaftlichen Hintergrund der Ausstellung bilden. Diese Verbindung aus Objekt, Dokument und Fachliteratur sorgt dafür, dass das Museum nicht nur anschaulich, sondern auch fundiert arbeitet.

Regelmäßig gibt es Themen-Ausstellungen, zum Beispiel zu Reiseverkehr, Souvenirs & Schmuggelware – das ergänzt das Wissen und macht Wiederbesuche interessant.

Was macht das Deutsche Zollmuseum so einzigartig?

  • Es ist ein Museum mit Alltagsthemen – „Zoll“ klingt trocken, hier wird er lebendig.
  • Weil es beide Seiten zeigt: gesetzliche Aufgaben und die kreativen Methoden der Schmuggler.
  • Das Gebäude selbst ist historisch.
  • Mit dem Zollkreuzer Oldenburg gehört ein originales Einsatzschiff zur Ausstellung.
  • Es sind viele interaktive Elemente vorhanden, es geht also nicht nur ums Anschauen von Objekten.
  • Der Besuch ist sehr gut mit einem Ausflug in die Speicherstadt und HafenCity kombinierbar.
  • Die Sammlung vereint Bestände aus Berlin, Köln und Brühl an einem Standort.

Deutsches Zollmuseum Hamburg 2023

Vom Reichszollmuseum in Berlin zum Standort an der Kornhausbrücke

Die Ursprünge des Museums liegen nicht in Hamburg, sondern in Berlin. Dort gründete Dr. Johannes Popitz im Jahr 1927 das Reichszollmuseum, um die Entwicklung des Zollwesens zu dokumentieren und die Bürger daran teilhaben zu lassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut. Erst Jahrzehnte später entstand die Idee, die Zollgeschichte wieder auszustellen.

1992 erfolgte die Neueröffnung in Hamburg. Initiator war der damalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel, der die Speicherstadt als passenden Ort sah. Die Auswahl fiel auf das Gebäude an der Kornhausbrücke, weil sich dort bis 1659 das Kornhaus befand, welches als Vorratslager diente. Später wurde es zur Zollabfertigungsstelle des Hauptzollamts St. Annen, das bis 1985 im Einsatz war. Nach Aufgabe der Abfertigungsfunktion entschied man sich, das Gebäude zu erhalten und als Museum zu nutzen.

Zwischen 2006 und 2008 wurde die Dauerausstellung grundlegend modernisiert. Interaktive Elemente und eine stärkere thematische Gliederung prägen seitdem den Rundgang.

Weitere wichtige Informationen zum Deutschen Zollmuseum

Kontaktdaten

Telefon.: +49 (0) 40 – 300 876 11
E-Mail: museum(a)zoll.de
Webseite

Wann hat das Deutsche Zollmuseum geöffnet?

  • Montag: In der Regel geschlossen, außer 2. Weihnachtsfeiertag, Ostermontag und Pfingstmontag
  • Dienstag– Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr
  • 24., 25. und 31. Dezember, 1. Januar: geschlossen

Was kostet der Eintritt zum Deutschen Zollmuseum?

  • Erwachsene: 3 Euro
  • bis 18 Jahre: frei

Spannende technische Daten des Deutschen Zollmuseum

  • 1927 Gründung des Reichszollmuseums in Berlin
  • 1992 Neueröffnung in Hamburg
  • 2006–2008 Modernisierung der Dauerausstellung
  • 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche
  • 1.000 Exponate in der Ausstellung
  • 6.000 zollhistorische Bücher im Bestand
  • 2005 Aufnahme des Zollkreuzers Oldenburg in das Museum

Ausstattung vor Ort

Parkplatz ❌
Toiletten ✅
Barrierefrei ✅
Gastronomie ❌
Für Kinder geeignet ✅
Führungen ✅
 

Adresse Deutsches Zollmuseum: Alter Wandrahm 16, 20457 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum Deutschen Zollmuseum

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Vom Hamburger Hauptbahnhof aus nutze die U-Bahn bis „Meßberg“ oder „Überseequartier“, dann kurze Gehstrecke durch die Speicherstadt. Alternativ mit dem Bus Linie 6 bis „Bei St. Annen“.

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